Teteria & Teerezept(e)

Teegeschichten und Teerezepte für Teesüchtige ;-)

Die Legende von der Entdeckung der Teezubereitung

Bemerkenswert an dieser Legende ist eigentlich nur, dass die Diener des Kaisers die Zubereitung zufällig entdeckten und er deren Entdeckung für sich beanspruchte. Teatime

Der Legende und den meisten Quellen zufolge soll der chinesische Kaiser Shen Nung (28.Jh. v.Chr) die Zubereitung des Tees erfunden haben. Da er sehr gesundheitsbewußt war, ließ er sein Trinkwasser immer abkochen, denn er war überzeugt, daß ihn dies vor Krankheiten bewahren würde.
Eines Tages, während einer Reise durch sein Reich, verlangte Shen Nung, daß seine Diener Wasser für ihn kochen sollten. Sie brachen die Zweige eines Kamelienstrauches ab, der am Wege stand, und entfachten ein Feuer. Die Enden einiger Zweige ragten aus dem Feuer. Ein Luftzug löste ein paar Blätter und blies sie in das heiße Wasser. Das Aroma, das aus dem Topf aufstieg, erregte die Aufmerksamkeit des Kaisers. Gespannt kostete er etwas von dem Wasser. Er war entzückt von dem Geschmack und der erfrischenden Wirkung des Getränks und wußte, daß er etwas von großer Bedeutung entdeckt hatte.
Die Chinesen verwendeten Kamelienblätter zu dieser Zeit bereits als Zutat in Gemüse-Relishes und bei der Herstellung medizinischer Salben. Bisher hatte jedoch niemand darn gedacht, aus den Blättern ein erfrischendes Getränk zu brauen. Die Nachricht von der Entdeckung des Kaisers breitete sich schnell in ganz China aus, und bald versuchte jedermann das Getränk. So wurde Tee, bekannt als Ch`a, ein wichtiger Teil der chinesischen Kultur.
M. D. King, Sein wie das Leben, 2004, S.7 ff.

Teatime
Tradition, Zubehör und Rezepte
M. D. King
Gebunden – 117 Seiten – Ars Edition – 2004
ISBN-10: 3760730566 – ISBN-13: 978-3760730561 – 4,95 Euro

Filed under: Literatur & Zitate — Schlagwörter:, , , , , — Claudia Troßmann @ 10. März 2007 Comments (1)

Kleines Schwimmbassin voll Tee

Immer länger wurde die Schlange vor dem Schalter, wo es den Nektar Westeuropas in großzügigen Portionen um billiges Geld gab: Tee; als wären die Iren bemüht, unbedingt auch diesen Weltrekord, den sie knapp vor England halten, nicht preiszugeben. Fast zehn Pfund Tee werden jährlich pro Kopf in Irland verbraucht: ein kleines Schwimmbassin voll Tee also muß in jedem Jahr durch jede irische Kehle laufen.
Heinrich Böll, Irisches Tagebuch, S. 8

Irisches Tagebuch
Heinrich Böll
Broschiert – 137 Seiten – dtv – 1961
ISBN: 3423000015

Filed under: Literatur & Zitate — Schlagwörter:, , — Claudia Troßmann @ 25. September 2006 Comments (0)

Der irische Tee in Sein wie das Leben

Nuala O’Faolain ist eine irische Schriftstellerin. Sie arbeitete als Universitätsdozentin und als Produzentin, bevor sie Kolumnistin der Irish Times wurde. Ihre beiden ersten Bücher, die Autobiographie Nur nicht unsichtbar werden und der Roman Ein alter Traum von Liebe wurden große Bestsellererfolge. In Sein wie das Leben schreibt sie ihre Autobiografie fort. Die Rolle ihrer alkoholkranken Mutter, deren Einfluss auf das Familien- und Beziehungsleben spielen ebenso eine Rolle wie Nuala O’Faolains Befreiung der Familienschatten durch das Schreiben. Nachdem ihre langjährige Beziehung zu Nell, einer bekannten irischen Feministin scheitert, geht sie eine Beziehung zu einem [verheirateten] Mann ein. (weiterlesen…)

Filed under: Literatur & Zitate — Schlagwörter:, , — Claudia Troßmann @ 2. Juli 2006 Comments (0)