Teteria & Teerezept(e)

Teegeschichten und Teerezepte für Teesüchtige ;-)

Die Goldene Regel der Menschheit bei einer Tasse Tee

Bei diesem Wetter eine Tasse Tee zu genießen und mal wieder über die Goldene Regel der Menschheit philosophieren.

Eine globale beziehungsweise planetarische Ethik ist keine parteiische Ethik, die nur einem Land oder einer Kultur dient. Ihr grundlegendes Prinzip ist die „Goldene Regel“: Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest. Dies ist eine universelle Regel, die in allen großen Religionen der Menschheit zum Ausdruck kommt. Im Christentum wurde sie von Jesus so formuliert: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ Im Judentum kommt dieselbe Regel im Talmud zum Ausdruck: „Was du nicht wünschest, was dir dein Nächster tue, das tue ihm nicht.“ Und im Islam gehört es zu Muhammads Lehre: „Lasst keinen von euch einen Bruder so behandeln, wie er selbst nicht behandelt werden möchte.“ Im Hinduismus ist die Goldene Regel ebenso schlicht auf den Punkt gebracht. „Dies ist die Summe aller Pflichten: Füge anderen nicht zu, was dir Pein zufügen würde.“ Buddha wies an: „Behandle andere nicht auf eine Weise, die du bei dir selbst als verletzend empfinden würdest.“ Ferner Zoroaster: „Tue anderen nicht an, was dir selbst nicht gut bekommt.“ Konfuzius: „Was du nicht willst, das man dir tue, das füge auch keinem anderen zu.“ Schließlich Bahá`u`lláh: „Wenn du Gerechtigkeit übtest, dann würdest du für andere nur wählen, was du auch für dich selbst wählst“

Quelle: Ervin Laszlo, Wie kann ich die Welt verändern?, S. 62f., 2005

Laszlo hat mit Wie kann ich die Welt verändern? ein lesenswertes Buch über die kleinen alltäglichen Schritte zu einer lebenswerteren Erde veröffentlicht. Zum Buch haben auch Michail Gorbatschow, Paulo Coelho und Masami Saionji beigetragen.Lao-tse sagte: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.“

Das Buch ist einer davon. Lesen Sie es bei einer Tasse Tee und vielleicht setzen Sie sich dann auch für einen Friedenspfahl ein oder für etwas anderes, das die Welt für alle Wesen freundlicher und friedlicher macht.

Buchtipp:
Wie kann ich die Welt verändern?
Ein Report des Club of Budapest
Ervin Laszlo
Broschiert – 191 Seiten – Ullstein Tb – 12/2005
ISBN: 3548367941 – 7,95 Euro

Filed under: Literatur & Zitate — Schlagwörter: , — Claudia Troßmann @ 3. März 2006
Comments (7)

7 Kommentare »

  1. Dies ist ein sehr schoener Beitrag und ein optisch wunderschoenes Blog. Um so stoerender sind da leider die fehlenden Umlaute etc. Wenn moeglich bitte aendern – und ansonsten viel Spass haben am bloggen. Das Ergebnis ist einfach suuuper.
    Ein Frager

    Kommentar by Frager — 3. März 2006 @ 4:01 pm

  2. Danke für das Kompliment – beziehe ich vor allem auf den Inhalt, weil das Design nicht von mir ist, und danke für den Umlaute-Hinweis. Das Umlaute-Problem von WordPress war mir nicht bekannt. Nach einiger Recherche habe ich hoffentlich nun Abhilfe geschaffen.
    Ich gebe zu, ich bin b2evolution verwöhnt.

    Wenn ich Muse habe, werde ich ein eigenes Template kreiieren. Solange ist das aktuelle Template ein schönes und geeignetes Interims-Design. Erinnert mich an stilisierte Teeanbauberge und zeniges Design finde ich einfach gut. Das ist auch mein eigener Stil – eher einfach, schlicht und nicht pompös. :)

    Claudia

    Kommentar by Claudia Troßmann — 3. März 2006 @ 4:45 pm

  3. hallo Claudia
    Ich bin’s nochmals. Wenn man sich als Esel erweist, so soll man sich auch outen. Und so schreibe ich hier nochmals: Es kann sein, dass es schlicht auch am Schriftcode meines Browsers lag, der falsch eingestellt war. Suche also nicht zu lange, vor allem dann nicht, wenn Deine eigene Anzeige in Ordnung ist. Jetzt ist auf jeden Fall auch für mich bedarften Computerdilettanten alles sehr angenehm zu lesen!

    Kommentar by Frager — 4. März 2006 @ 4:31 pm

  4. Hallo Frager,
    dann haben wir das Problem ja ganz gut gelöst. Jetzt wünsche ich viel Vergnügen. und im übrigen ist jeder Mensch irgendwo ein “Esel”. ;-)

    Kommentar by Claudia Troßmann — 4. März 2006 @ 5:09 pm

  5. [...] Sein letzter Satz trifft auch für andere Berufsgruppen zu und die wenigsten davon sind begeistert, weil die Arbeit zumeist unproduktiv und unnötig ist. Sie ist das Ergebnis einer völlig verfehlten Politik, die das Gute will, aber das Böse schafft. So erreicht sie nicht die Erhaltung der Gesellschaft als Ganzes – ganz im Gegenteil. Fest steht: HARTZIV verschlingt Steuergelder durch seine exorbitanten Verwaltungskosten und sein Softwaredesaster. Ein repressionsfreies Grundeinkommen wäre deutlich einfacher umzusetzen. Ein Mindestlohn wäre noch einfacher einzuführen. Doch dann verlöre manche Macht an Einfluss. Schade wäre es nicht. Es wäre bedeutend ruhiger im Land, aber vermutlich muss es noch ein wenig gären vor der Einsicht. Vielleicht verhilft die Goldene Regel hierzu? [...]

    Pingback by Arbeitsagenturen und Jobcenter machen Datenschützern Arbeit : Odenwald Magazin :: odenwald bisz — 25. November 2007 @ 10:58 pm

  6. [...] mich steht der Mensch, Lebewesen insgesamt, im Mittelpunkt. Ich versuche nach der Goldenen Regel auch „politisch“ zu handeln. „Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden [...]

    Pingback by Arbeit hat Vorfahrt, auch auf kommunaler Ebene? : Odenwald Magazin :: odenwald bisz — 26. November 2007 @ 1:02 am

  7. [...] umgekehrt ist es genauso – das zum Trost und Ansporn zum Selberdenken und vernetzenden Handeln. Die Goldene Regel kann weiterhelfen. Denn an die halten sich wenige derer, die aktuell entscheiden. Sie machen lieber [...]

    Pingback by Klartext zur Rente, Wirtschaft und privater Vorsorge : Odenwald Magazin :: odenwald bisz — 26. November 2007 @ 1:05 am

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar