Edward Grey, Earl of Falllodon, war von 1905 bis 1916 Außenminister Großbritanniens. Im Lauf seiner Orientreisen stieß er auf ein altes – natürlich chinesisches – Teerezept, nach dem der Tee mit Bergamotte-Öl, aus einer Zitrusfrucht, aromatisiert wurde. Er schenkte es der Firma Jackson Jacksons of Piccadilly, die aus Dankbarkeit dieser Spezialität den Namen des edlen Spenders gab.
Quelle: Die Welt in einer Tasse Tee, S. 164, 1984
Die Welt in einer Tasse Tee
Das Brevier vom Tee
Sabine Yi, J. Jumeau-Lafond, Michel Walsh
Gebundene Ausgabe – 256 Seiten – Komet – 1984
ISBN: 3933366429 – vergriffen
Sie brauchen für 6 Personen:
- Saft von 8 Orangen
- Saft von 2 Zitronen
- 1 l schwarzen Tee
- 0,5 l Rum
- Zucker
- etwas Arrak
So geht es:
Den Tee lassen Sie 5 Minuten ziehen. Danach seihen Sie ihn ab und geben die Fruchtsäfte hinzu. Den Rum, etwas Zucker und Arrak dazugeben und erneut kurz erhitzen, aber nicht kochen.
In Schlabonskis Welt wird der Glaubenskrieg zwischen Kaffee- und Teetrinkern aufs Korn genommen.
Die Tage werden kürzer, weil die Nächte länger dauern und dafür der Vormittag entfällt. Um 15 Uhr wird aufgestanden und zwei Stunden lang geseufzt. Danach trifft man sich in schön bestuhlten Schankstuben, tauscht aktuelle Tagesdepressionen aus, gießt sich Heißgetränke in die Organe und lernt dabei fürs Leben. Denn eine Heißgetränkbestellung ersetzt ein komplettes Persönlichkeitsprofil und hilft, wahre Freunde von falschen Freunden zu unterscheiden: Wahre Freunde bestellen Kaffee, falsche Freunde trinken Tee.